Hugo Siegmeth Quartet

"Selten bekommt man so dezent und sicher arrangiert den Beweis, dass zum Wohin auch ein Woher gehört."
– SONIC

Hugo Siegmeth Quartet

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‘Winterreise—nach Franz Schubert’ nennt sich eine Produktion von Oehms Classics. Die Schubert-Lieder werden nicht gesungen, sondern gesprochen, und die Stimme des einfühlsamen Erzählers Stefan Hunstein wird umrahmt vom Klang des Saxophons bez. der Bassklarinette (Hugo Siegmeth) sowie der Laute und der Theorbe (Axel Wolf). Diese Paraphrase klingt weniger schräg als erwartet und ist als eine neue und sehr aparte Auseinandersetzung mit den Müller-Texten wie auch der Schubert-Musik künstlerisch ebenso hochwertig wie spannend.

Pizzicato, Oktober 2020

"Das Hugo Siegmeth Quartet beherrscht die Kunst der Entschleunigung auf's Beste, schöpft aus der Entdeckung der Langsamkeit Atem.
Hugo Siegmeth ist ein Meister der Reduktion. Kein Skalensurfer, kein vordergründiger Feuerwerker, kein Girlandenbläser, sondern, obwohl er das alles auch kann, ein Musiker, der sehr bewusst auch auf die Kraft der nicht gespielten Noten setzt, der in knappen Strichen seine Soli skizziert, dabei Spannungsbögen setzt, deren sparsame Melodiosität zuweilen an Sonny Rollins erinnert wie der luftige Ton an Stan Getz: Einheit der Gegensätze. Siegmeths Kompositionen haben im wahren Sinne des Wortes malerische Qualität, evozieren Bilder und Assoziationen, erzählen kleine Geschichten, die sich unaufgeregt zutragen und mit gelassenem Herzen reflektiert werden. „Under the Tree“ ist so ein Stück, das in ruhigem Fluss ein sanftes Bild vom Sommer entwirft, sorglos, zweckfrei, genießerisch; „Mondbahn“ auch: Ruhe ohne esoterischen Weichzeichner, innere Kraft in wie selbstverständlicher Bewegung. Zu solchen Bildern passt das Pianospiel Carsten Daerrs wie John Lennons distanzierte Ironie zu Paul McCartneys melodiösem Genie.
Nicht dass es nicht auch mit Powerplay ginge: Zweites Set, zweites Gesicht! Aus versammelter Kraft kann es ganz schön heftig herausblitzen, kann sich geballte Hingabe entladen, elementare Wucht und heißes Magma – nicht zuletzt auch im Groove von Bastian Jütte am Schlagzeug und Henning Sieverts am Bass. Die viersätzige „Suita Româneasca“ - Höhepunkt und Quintessenz des Konzerts - schenkt Musik, die in organischem Fluss und in klugen Überleitungen ohne extreme Reibungen zu aussagestarken Bildern führt mit Einfühlungsvermögen, Feuer, Tempo, Intelligenz und Energie."

Neuburger Rundschau