Pressezitate

In außergewöhnlich kurzer Zeit ist Hugo Siegmeth zu einer starken Persönlichkeit herangereift, die von der Erkenntnis und mittlerweile auch vielfachen Erfahrung profitiert, dass die Freiheit des Klanggestaltens mit dem Erreichen von Präzision beginnt und nicht vorher, dass man erst durch ein Höchstmaß an handwerklichem Können zur Optimierung emotionaler Ausdrucksstärke gelangt. Seine Fähigkeit, Flexibilität und Eigenständigkeit in hohem Maße gleichzeitig anzubieten, hat Ihn schnell zu einem der gefragtesten Satzbläser und Solisten, Big Band- und Combomeistermusiker werden lassen."

BR-Klassik

Zu Konzertbeginn wurden die Zuhörer noch mit einer musikalischen Rarität in Spannung gehalten.

Mit „Traces to Nowhere“, der dritten Kammersinfonie des georgischen Komponisten Sulchan Nassidse, die von Markus Poschner rekomponiert und in dieser Fassung uraufgeführt wurde, offenbarte sich eine Expressivität der freien Klangwelt, bei der das Steichorchester voll gefordert wurde. Grandios die improvisatorischen und gefühlsbetonten Beiträge von Hugo Siegmeth am Saxofon und auf der Bassklarinette.

Markus Poschner wechselte hier vom Dirigentenpult an den Flügel und zauberte delikate Episoden am Klavier.“

Kronenzeitung

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What we have here is a meeting of two intelligent and technically accomplished musicians who have honed their skills in two different musical traditions, but who both recognize some shared elements in those two traditions and have the tolerance necessary to respect one another’s backgrounds and to build something distinctive out of both what they share and their differences.

This is an album (Axel Wolf & Hugo Siegmeth – NOW) I have found myself playing repeatedly since I received it, hearing fascinating new details every time I listen to it.

MusicWeb International

Einen geradezu authentischen Renaissanceklang lieferte die Kombination mit Sopransaxofon, auch über den Inhalt der vorgestellten CD hinaus. So kam in Rezitativ und Arie aus Händels Oper "Rinaldo" in komplexer Harmonik und mit beschwingter Rhythmisierung gar tänzerischer Impetus zustande. Eine schöne Dramaturgie von melodiöser Lyrik bis zu groovender Beschwingtheit hinterlegte das Duo einer Komposition von Bellerofonte Castaldi. Den spürbaren erzählerischen Faden brachte Siegmeth mit seinem "Balkan blue" ins Spiel. Der Reiz lag vor allem im folkloristischen Charakter. Mit "Lasciate mi morire" Claudio Monteverdis griff das Duo die im Saxofon tenorale Klage noch einmal auf. "Goodbye pork pie hat" von Charles Mingus wechselte später zur Steigerung sogar vom Tenorsax im groovenden Teil zur Bassklarinette, um mit kernigen Improvisationen bluesig- dunkel abzuschließen.

Süddeutsche Zeitung Konzertbesprechung

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Für Hugo Siegmeth ist es selbstverständlich, klassische Musik als Ausgangspunkt für Improvisation zu nutzen.
Deshalb verbindet er in zahlreichen Projekten, zu hören auf seinen aktuellen CDs "Passacaglia" und "Flow", Jazz mit Alter Musik, Barockmusik, Klassik, Neuer Musik und traditionellen Klängen aus seiner rumänischen Heimat, und das mit größtem Fingerspitzengefühl und äußerst geschmackssicher. 
Sehr sorgfältig forscht Siegmeth und zwingt die Stile nicht effekthascherisch zusammen. In seiner Musik treffen sich die Epochen ganz harmonisch, bestechend logisch und trotzdem klanglich überraschend. Das Ideal der klassischen Musik spielgelt sich in der technischen Perfektion und der Klangschönheit wider, kombiniert mit der Spontaneität und Improvisationslust des Jazz. Hugo Siegmeths Spiel und Ton sind von einer nahbaren und geschmeidigen Melodik gekennzeichnet. Er formuliert seine Phrasen wie ein Sänger, was den ganz persönlichen Ausdruck in seiner Musizierweise unterstreicht."

Förderpreis Musik der Stadt München, Jurybegründung

"Selten überschreitet eine Musik so behutsam Grenzen. Dieses Quartett des 1970 in Rumänien geborenen Münchner Saxophonisten Hugo Siegmeth klingt nach Jazz, nach Barockmusik und nach Kammermusik des frühen 20. Jahrhunderts. Und dabei immer nach sich selbst. ...Da jubilieren die Melodien einer Komposition von Georg Muffat (1653- 1704), da verschränken sich die Stimmen ganz sacht in der kammermusikalischen Bearbeitung der Passacaglia für großes Orchester von Anton Webern (1883-1945) - und da versetzt den Hörer eine Jazz-Passacaglia des Bandleaders in kontemplative Glückszustände. Selten hört man einen Jazz, der so feinsinnig gearbeitet ist und dabei doch so viel "Körper" hat. Hier will eine Band nicht beeindrucken, sondern Musik entdecken - und die könnte gar nicht schöner sein. "
BR-KLASSIK

"Die Musik des Hugo Siegmeth Ensemble verändert zwar immer wieder Aggregatszustand, Dichte und spezifisches Gewicht in mal quecksilbrigem Fluss, mal fast zum Stillstand kommendem Verharren. Bei aller Freiheit und Offenheit verliert sie jedoch niemals ihre Struktur und ihre Klarheit, ein bilderreicher Reigen, mal bunt, quirlig, sonnig, mal meditativ, beruhigend, in sich gekehrt, immer inspirierend. "

Jazzpodium

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"Diese Platte (Red Onions - ACT) überrascht, weil sie so unaufgeregt ist. Weil sie ein fintenreiches, undogmatisches Zusammenspiel demonstriert im Dienste einer Sache, die es dann doch wert war. Weil sie nicht beflissen ist und es nicht nötig hat, Muskelspiel vorzuführen. Weil sie sich zu einer atmosphärischen Reise in die Jazzenzyklopädie entfaltet, ihren roten Faden behält und sich zum Schlüssigen addiert. Weil das hochkontrolliert bleibt, ohne auf Spaß und Spontaneität zu verzichten. Weil es den alten Stoff tatsächlich zu etwas Neuem wendet. Selten bekommt man so dezent und sicher arrangiert den Beweis, dass zum Wohin auch ein Woher gehört.“

SONIC

"Hugo Siegmeth imponiert am Tenorsaxophon mit kantigem, erdig-warmem Sound, flüssiger Phrasierung und einem Feuer, dessen Flammen unvermittelt aus dem Dachstuhl lodern können. Auch als Komponist zeigt er Persönlichkeit. Das traumhaft visionäre "Kaul", inspiriert durch einen Weiher im heimatlichen Banat, zieht lautmalerische Kreise durch's grüne Algengebilde, die im Wasser schweben und ihre Geheimnisse nur dem entbergen, der sich mit der entsprechenden Behutsamkeit annähert -durchdachte seelenvolle Musik von hoher Reife und beeindruckender Charakterstärke."

Neuburger Rundschau

"...mit Frage (Trompete) und Antwort (Flügelhorn) spielend realisiert Clark Terry, die Instrumente in zwei Händen, ein typisches Terry´sches Augenzwinkern. Übrigens ist auch Hugo Siegmeth in seinem solistischen Element, wenn er in direkter Nachfolge und Anknüpfung an Terry in dessen Uptempo-Swinger "Spaceman" entspannt seine melodiösen Linien zieht."

Jazzpodium

"Verbindliche Emotionalität... Siegmeth - einem der profiliertesten, eigenständigsten Saxophonisten der deutschen Jazz-Szene - macht es hörbar Spaß ein Stück harmonisch zu verändern, aber gleichzeitig dessen Substanz zu bewahren, also die Melodie aufscheinen zu lassen.Diese Vorgehensweise hat er bereits an Volksmusikthemen aus dem rumänischen Banat ausprobiert. Er hat dieser heimatlichen Folklore eine eigene Noten gegeben. „Das ist ein Brunnen, aus dem ich schöpfen kann, einfach emotional. Ich spiele jedes Stück so, wie ich es gerne spiele, ich verändere das Stück so ähnlich wie ich komponiere.“

Jazzpodium

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Der Lautenist Axel Wolf und der Saxofonist Hugo Siegmeth entführen uns in die wunderbare Welt der Improvisation zwischen Renaissance und Jazz.Klassikcast online des Goethe-Instituts

Winterreise—nach Franz Schubert’ nennt sich eine Produktion von Oehms Classics. Die Schubert-Lieder werden nicht gesungen, sondern gesprochen, und die Stimme des einfühlsamen Erzählers Stefan Hunstein wird umrahmt vom Klang des Saxophons bez. der Bassklarinette (Hugo Siegmeth) sowie der Laute und der Theorbe (Axel Wolf). Diese Paraphrase klingt weniger schräg als erwartet und ist als eine neue und sehr aparte Auseinandersetzung mit den Müller-Texten wie auch der Schubert-Musik künstlerisch ebenso hochwertig wie spannend.“

Pizzicato

Das Konzertprogramm begann mit der Uraufführung der Kammersinfonie Nr. 3 für Streichorchester vom georgischen Komponisten Sulchan Nassidse (1927-1996) in einer Bearbeitung von Markus Poschner. ... Die Begegnung mit dieser unverwechselbaren Musik, dem Klagegesang mit getriebener Expressivität und Melancholie, regte Markus Poschner auch als Pianist an, sich an den bereitstehenden Flügel zu setzen. Mit dem virtuosen Hugo Siegmeth als bravourösen Sopransaxofon- und Bassklarinettenspieler wurde über diese Tonsprache gemeinsam meditiert. Es entstanden freie Improvisationen in einem wunderbarem Duo-Wechselspiel, dem sich gelegentlich der Streicherapparat — spieltechnisch auf das Äußerste gefordert — einfügte und als Klangkulisse agierte. Großer Applaus und sofort folgte in Geberlaune eine lockere Zugabe der beiden Solisten.

Oberösterreichisches Volksblatt

Presse

Für Siegmeth und seine "Bayerisch Jazz Group" dient die bayerische Volksmusik als Aufhänger, als Leitthema für ein spannendes, musikalisches Experimentierfeld mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Ob am Ende die Freunde der Jazzmusik ihr Herz für bayerische Klänge entdecken oder bayerische Volksmusikfans nun anfangen Jazzmusik zu mögen,sei dahingestellt. Die Improvisationskunst der Musiker sorgte auf jeden Fall für einen außer-gewöhnlichen und zugleich unterhaltsamen Abend.OVB Mühldorf Konzertbesprechung

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Der Reichtum des Spiels bildet sich vor allem in den Feinheiten ab, in der Intonation, in den Phrasierungen und nicht zuletzt in Siegmeths Talent, Klangfarben von üppig-voluminös bis zur blassen Tontapete zu variieren. Die zwei sind nicht nur hervorragende Musiker, sie sind auch ein exzellentes Duo. Am besten studieren lässt sich ihr Können, wenn die beiden frei improvisieren, wenn sie aus musikalischen Miniaturen Themen entwickeln und einen perfekten Spannungsbogen schlagen. Das ist große Kunst.

Süddeutsche Zeitung Konzertbesprechung

When Hugo Siegmeth (born Romania, 1970) set out to pay homage to Sidney Bechet (born New Orleans, 1897), his intention was to present Bechet's music using contemporary vocabulary. The result is fascinating. To avoid any imitation of the original, he does not play soprano saxophone, Bechet's main instrument, concentrating instead on the tenor and clarinet. Some of his transformations are quite magical. Bechet's haunting 'Petite Fleur', for instance, surrounded by some fairly dissonant strings. As for 'Les Oignons', the crowd-pleaser with which Bechet usually ended his shows, it emerges as an ideal vehicle for Sonny Rollins."

The Guardian

Und so bezaubert das Saxophon auch in "Chaconna", einer Komposition des italienischen Kirchenmusikers und Komponisten Tarquinio Merula. Der Bossa-Nova-Hit "Desafinado"von Carlos Jobim und die kontrapunktisch geprägte "Toccata" von Giovanni Kapsberger haben in der Partitur kaum etwas gemeinsam. Doch spielt man sie gleichzeitig, ergänzen sie sich auf verblüffende Weise. In nur einem Stück vollziehen die beiden Virtuosen nicht nur eine musikalische Reise von Brasilien nach Italien, sondern gleichzeitig vom frühen Barock zum Jazz.
So entsteht eine fast magische Zwischenwelt, ein inspirierender Kosmos jenseits von Zeit und Ort."

Radio Bremen CD Tipp

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" FLOW ist der Titel der CD, die eine sehr gelungene Verbindung von Jazz und klassischer Musik darstellt. Und tatsächlich fließt es zwischen den beiden Musikern Axel Wolf (Laute) und Hugo Siegmeth (Saxophon) ganz wunderbar und inspiriert hin und her.
In zarten Girlanden umspielt Siegmeth die jazzig-barocken Akkorde von Wolfs Lautenspiel in „Flow my tears“ von John Dowland oder in „Lasciate mi morire“ von Monteverdi, und Wolf steuert auf seiner Laute gekonnt „neue Töne“ Jazz-Klassikern wie "Ornithology" von Charly Parker oder "Round Midnight" von Thelonious Monk bei...

Sowohl Axel Wolf als auch Hugo Siegmeth sind hervorragende und sensible Instrumentalisten und Erzmusikanten, deren Zusammentreffen man als Glücksfall bezeichnen kann. Eine wunderbar leichte und gleichzeitig tiefe CD."

Klassikinfo.de

Die Kompositionen nähren sich aus der rumänischen Folkore, deren Tänze und Lieder Siegmeth zum Teil unmittelbar, zum Teil als Grundlage für eigene Stücke aufgreift und in improvisatorischen Exkursen ausreizt, vom sanften, melodiösen „Neujahrslied“ bis zum wilden Ritt durch „Lumea fermecata“, die „Verzauberte Welt.Hugo Siemeths offener, farbenreicher, kräftiger Sound, seine mal quirlige, dann wieder magisch-mystische Ruhe ausstrahlende Phrasierung rufen Bilder wach, die lange haften bleiben: Man fühlt sich mitten im Trubel, dem wilden Leben und der Ruhe nach dem Sturm in Stankutzas Hütte „La Bordei“, wo schon so mancher Haus und Hof verlor, oder im märchenhaften Sommer am „Kaul“, dem rumänischen Dorfteich."

Augsburger Allgemeine

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„Siegmeths Spiel atmet eine unverkennbare Emotionalität, eine ganz spezielle Stimmung, dominiert von Farben und Temperaturempfindungen, von wohligem Kribbeln und einer seltsamen Vertrautheit.... Das klingt, als wäre es das Einfachste der Welt: Diese flimmernden Coltrane-Rubatos, der heiße Webster-Atem, die ungeraden Takte, die verzwickten Wechsel,die überfallartigen Lautverschiebungen und die radikalen Stimmungsschwankungen. Es reißt einen mit.Donaukurier

Jazzpodium

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